Warum Industriebetriebe ihre eigene Abwärtsspirale bauen

Günther Piro ist renommierter Experte für die Digitalisierung von mittelständischen Industrieunternehmen und analysiert für mdk.digital zahlreiche Betriebe. Heute zeigt er, warum es in vielen Firmen trotz Sparmaßnahmen immer schlechter wird – und was man mit kleinen Mitteln schnell gegen die Abwärtsspirale tun kann.

Ich behaupte: die meisten Unternehmen in der Industrie bauen nicht nur ausgezeichnete Maschinen, sondern sich selbst auch ihr eigenes Grab. Klingt gemein – und ist es auch, diese Aussage wird aber trotzdem mit jedem Tag richtiger. Denn gerade in der Krise tun viele Geschäftsführer das, was sie vor Jahren mal im BWL-Unterricht gehört haben: Sie sparen. Wartungsintervalle werden verlängert, Personal nicht mehr geschult, Investitionen gestoppt. Dabei wäre eine kleine Investition in ein System, das die Produktion in sich effizienter und nachhaltiger macht, vielleicht noch sinnvoller – aber später mehr dazu.

Was sich viele Geschäftsführer damit erschaffen, ist ein Kreislauf, der in der Regel zur Insolvenz führt. Ich habe es mal skizziert: Alte und schlecht gewartete Maschinen führen zu weniger Produktivität; gute Mitarbeiter werden zur dauereingesetzten Feuerwehr, werden unmotiviert und kündigen bald. In der Folge sinkt die Produktivität noch weiter. Unser BWL-Geschäftsführer erkennt blitzschnell: Wir müssen noch mehr sparen! Also werden Annehmlichkeiten gestrichen, Ersatzteile sind nicht mehr vorrätig… Sie begreifen langsam, worauf das hinausläuft.

Der Gegenentwurf

Wo es Abwärtsspiralen gibt, gibt es auch Aufwärtsspiralen: Was wäre also nötig, um einen positiven Trend zu kreieren? Bei genauer Betrachtung stellen wir fest: Die Wurzel allen Übels ist, das der Geschäftsführer nur auf Sicht fährt, nach Gefühlen handelt. Er hat keine Ahnung, welche Maschine wirklich gewartet werden muss, genau so wenig wie seine Mitarbeiter. Was wäre also, wenn er eine gläserne Produktion hätte?

Gleiche Situation: Der Gewinn geht zurück. Unser Geschäftsführer sieht das und weiß, welche Maschinen rund laufen und welche gewartet werden müssen. Er hat auf das Prozent genau den Überblick, wie die Maschinen ausgelastet sind. So kann er sich darauf konzentrieren, die Produktion optimal auszulasten und an den Stellen sparen, an denen es Sinn ergibt. Käme zudem eine Situation wie in der aktuellen Corona-Krise zu Stande, könnten Mitarbeiter und Chef aus dem Homeoffice die Produktion überwachen, ohne dass es zu Kontrollverlusten käme. So ließe sich die Arbeit unvermindert fortsetzen.

In der Folge ist das Unternehmen selbst in schwierigen Zeiten voll handlungsfähig, die Mitarbeiter bleiben motiviert, der Vertrieb kann Gas geben, neue Aufträge an Land ziehen… die Aufwärtsspirale ist im Gang.

Was braucht es dazu? Eine clevere Software und ein paar Sensoren an der richtigen Stelle. Eine gläserne Produktion macht das Unternehmen krisensicher, sattelfest und performant. Sie möchten gerne im Detail wissen, wie das funktioniert? Dann kommen Sie auf uns zu und schreiben sie uns eine kurze Nachricht.