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Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll. Boyan Slat, ein junger Niederländer will genau diese Situation mit dem Projekt „The Ocean Cleanup“ ändern. Das Großreinemachen auf dem Meer startet am 8. September in Kalifornien.

Passend zu meiner Vertiefungsrichtung Umweltwissenschaften möchte ich meinen ersten Blogbeitrag zu dem Thema verfassen. Denn es gibt „gute“ Neuigkeiten!

Insgesamt erzeugt jeder Deutsche 611 kg Müll pro Jahr! Ein großer Teil besteht aus Plastik. Dieses sehr langlebige Material landet in unseren Meeren und sammelt sich dort zu Plastikinseln von enormen Ausmaßen. Das ist nicht folgenlos für unsere Ozeane und seine Bewohner. Doch wie kann man dagegen vorgehen?

„The Ocean Cleanup“

Am Samstag beginnt das Projekt „The Ocean Cleanup“, das Boyan Slat vor einigen Jahren als Teenager initiierte. Das Ziel hierbei ist es die Meere von Plastikmüll zu befreien.

Mit seiner Start-up Initiative hat Slat rund 27 Millionen Euro eingesammelt und gemeinsam mit Ingenieuren und Wissenschaftlern einen System 001 getauften Prototypen seiner Idee umgesetzt. Der 600 Meter lange Müllfänger soll nun am 8. September bei Alameda, Kalifornien ins Wasser gebracht werden. Dazu hat The Ocean Cleanup ein Video im Zeitraffer veröffentlicht:

Wie funktioniert „The Ocean Cleanup“?

Im Artikel „Neues von Boyan Slat: The Ocean Cleanup startet erste Tests“ der Nachhaltigkeitsplattform Reset wird die Funktion folgendermaßen erklärt:

Aufgrund der gewaltigen Menge an Plastikmüll ist es unmöglich mit einfachen Netzen die Ozeane von den langwährenden, zivilisatorischen Überbleibseln zu befreien. Die Initiative hat ein passives System ersonnen, das schwimmenden Kunststoff wesentlich effizienter und effektiver einfangen soll.

Das System kann man sich als eine aufblasbare Barriere vorstellen, die auf den Wellen reitet und große Mengen an Kunststoff einfangen kann. Dabei kommt sie ohne eine externe Stromversorgung oder eine Steuerung aus. Das System besteht aus vier Hauptkomponenten.

Erstens, ein ein bis zwei Kilometer langes Polyethylenrohr mit einer hohen Dichte, die Kunststoff an der Oberfläche einfängt, während ein kurzes, undurchlässiges Sieb unter diesem Rohr Kunststoffe sammelt, die unter der Wasserlinie schwimmen. Hinter dem Rohr befindet sich ein großer Seeanker, der dafür sorgt, dass sich die Struktur langsamer bewegt als der zu fangende Kunststoff. Zusätzlich gibt es noch ein kleines Ladedock, auf dem Schiffe die Plastikbeute einsammeln und zum Recyceln an Land bringen können. Die Gewinne aus dem recycelten Kunststoff sollen wiederum den Betrieb des Unternehmens unterstützen.

Ziele

Im Artikel „The Ocean Cleanup ist bereit, die Weltmeere zu säubern“ des US-amerikanischen Technologie-Magazins Wired wurden die genauen Ziele genannt:

Sollte das System 001 wirklich Erfolg haben, das ist der Plan von Boyan Slat, sollen irgendwann bis zu 60 derartiger Filtersysteme, die bis zu zwei Kilometer lang sein können, über die Weltmeere schwimmen. Mit ihnen könnte sich binnen fünf Jahren 50 Prozent des Mülls aus den Ozeanen holen lassen – und bis 2040 vielleicht sogar 90 Prozent. Eben jene Abfälle sollen dann aber nicht einfach auf einer Deponie laden, sondern möglichst weiter verwertet werden.

Es bleibt abzuwarten ob das Projekt sein Ziel erreicht und eine Alternative zur Säuberung der Weltmeere darbietet.

Nachhaltigkeit, “unsere“ Angelegenheit!

Wenn wir als Privatpersonen für eine bessere Welt sorgen wollen, sind wir dazu verpflichtet bewusster zu konsumieren. Durch dieses Verhalten werden Unternehmen für eine nachhaltigere Produktion aufgefordert. Wir, als Systemintegrator entwickeln Lösungen und Prototypen für das industrielle „Internet of Things“ (IoT). Durch diese und andere neuen Technologien tragen wir dazu bei, die Welt nachhaltig zu schützen. In diesem Zusammenhang sehen wir mit der Initiative „The Ocean Cleanup“ eine Gemeinsamkeit. Die Art der Problemlösungen – mit neuen technologischen Innovationen anzugehen und das agile Vorgehen passt genau zur Herangehensweise der mdk GmbH.

Weitere Beiträge mit Inhalten zu Technik und Nachhaltigkeit, folgen demnächst im Blog!

Was denken Sie, gibt es eine bessere Alternative als das Projekt „The Ocean Cleanup“?

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2018-09-21T22:49:11+00:00