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mdk.Lesenswert #33 – Impulse und Anregungen zu IoT, AR und Digitalisierung im Maschinenbau

In dieser Woche finden wir diese aktuellen Artikel und Beiträge lesenswert

– Studie der Technischen Hochschule Mittelhessen, Einführung von Industrie 4.0-Konzepten, Lufthansa Technik: Konvergenz von digitaler und physischer Welt, I4.0-Getriebe von Wittenstein, Hackerangriffe, In.Stand in Stuttgart. 

Der Mittelstand muss raus aus dem Dornröschenschlaf!

https://www.elektroniknet.de/markt-technik/industrie-40-iot/der-mittelstand-muss-raus-aus-dem-dornroeschenschlaf-167983.html

„[…] Die Technologien für die Digitalisierung, sind verfügbar. Im Mittelstand gibt es aber noch große Umsetzungsdefizite. Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung untermauern das. […] Aber der wirtschaftliche Erfolg von heute kann für die Zukunft nur gesichert werden, wenn die Geschäftsprozesse konsequent durchdigitalisiert werden. Heutige Prozesse mit mannigfaltigen Medienbrüchen (Stichwort: Excel-Listen, nicht verknüpfte IT-Systeme) sind nicht nur langsam, sondern ineffizient und fehleranfällig. […] Abgeschlagen auf hinteren Rängen hingegen ist der Digitalisierungsgrad im Maschinen- und Anlagenbau mit einem Digitalisierungsgrad von nur 1,7. Im Detail liegt der Maschinenbau nur in den Geschäftsprozessen im Kundendienst vorne.“

Sind solche Ergebnisse in Zeiten einer Abschwächung der Konjunktur zusätzliche Motivation, die Zukunftsfähigkeit in Form von Innovation, Effizienz und Automatisierung anzugehen?

Industrie 4.0 als kontinuierlicher Prozess

https://www.maschinenmarkt.vogel.de/industrie-40-als-kontinuierlicher-prozess-a-852023/

„[…] Industrie 4.0 ist heute ein zentrales Thema. Schritt für Schritt werden die damit angestrebten Veränderungen nun auch Realität, denn schon auf dem Weg in die Digitalisierung zeigen sich Vorteile: So steigen durch zunehmende Digitalisierung und durchgängige Datenstrukturen beispielsweise Produktivität und Verfügbarkeit jeder Produktionsanlage – ganz gleich ob es sich um eine kleine Brauerei, eine Schokoladenfabrik oder große Produktionsanlagen der pharmazeutischen Industrie handelt. […] „Die gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette eines Unternehmens muss sich mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnen.“ […] Schon beim ersten Strich im CAD-System gilt es, den Industrie-4.0-Gedanken zu berücksichtigen. […] Auf Basis intelligenter Produkte, Produktionsprozesse und Logistik lassen sich also Konzepte zur vorausschauenden Wartung realisieren, wodurch Stillstandszeiten minimiert werden und damit die Betriebssicherheit sowie die Anlagenverfügbarkeit steigen. […]“

Projekte und Anwendungen zur industriellen Vernetzung brauchen eine breite Integration bestehender und / oder neuer Systeme, Beteiligung der Menschen aus den verschiedenen Fach- und Technikbereichen und vor allem Geduld. Die wirklich durchschlagenden Effekte sind mittel- und langfristiger Natur.

„Werkzeuge“ für die Smart Factory

https://www.maschinenmarkt.vogel.de/werkzeuge-fuer-die-smart-factory-a-853917/

„[…] Mit Softwarelösungen die von Augmented Reality über CAD und PLM bis hin zum Industrial Internet of Things (IIoT) reichen, möchte PTC Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation unterstützen. Eine besondere Rolle dabei spielt der Digital Thread. […] Lufthansa Technik setzt bei seiner digitalen Transformation auf die PLM-Lösung Windchill und die IIoT-Plattform Thingworx. […] „Bei unserer Entscheidung war die Kompatibilität zu anderen Systemen ein wichtiger Grund“, erklärt Severin Sönke Todt, Head of Internet of Things bei Lufthansa Technik. „Unser Ziel ist es, eine Plattform für eine vernetzte internationale Zusammenarbeit in unserem Unternehmen zu bekommen.“ […]“

Die fortschreitende Digitalisierung und vor allem das „Verschmelzen“ von digitaler und physischer Welt zeigen sich in konkreten, realen Projekten und Anwendungen. Als PTC-Partner sind wir für ThingWorx (industrielles IoT) und Vuforia (Augmented Reality) zeritifziert.

Smarte Getriebe für intelligente Maschinen

https://www.maschinenmarkt.vogel.de/smarte-getriebe-fuer-intelligente-maschinen-a-854390

„[…] Hintergrund der Entwicklung eines solchen Produktes sei laut Patrick Hantschel, Leiter des Digitalization Center bei Wittenstein, dass man als Unternehmen zukünftig nicht (nur) Produkte sondern auch Services verkaufen möchte. So fügt sich dieses neue Produkt in die Digitalstrategie des Unternehmens ein und öffnet neue Potenziale, die Daten über den kompletten Lebenszyklus bieten. […] Kritische Betriebszustände werden frühzeitig erkannt, das Risiko von Schäden am Getriebe und am Antriebsstrang wird minimiert und teure Instandsetzungen oder Maschinenausfälle werden vermieden. Darüber hinaus lassen sich die Getriebedaten in die Wartungs-und Instandhaltungsmaßnahmen der gesamten Maschine oder Anlage integrieren. […]“

In diesem konkreten Angebot spiegeln sich wesentliche Grundprinzipien und Kernargumente für Industrie 4.0-Anwendungen bzw. das industrielle Internet of Things (IIoT), also die Vernetzung von industriellen Anlagen und Produkten. Insofern ein schönes Beispiel wie das IIoT und Industrie 4.0 zunehmend real werden. Es wird aber auch deutlich, dass der Erfolg im industriellen IoT von vielen Beteiligten und Partnern abhängt.

Hacker nutzen Internet der Dinge: „Fancy Bear“ ist wieder auf der Jagd

https://www.n-tv.de/technik/Fancy-Bear-ist-wieder-auf-der-Jagd-article21189845.html

„[…] Ziele waren unter anderem militärische Einrichtungen, Behörden, medizinische Einrichtungen, IT- oder Maschinenbau-Unternehmen oder Bildungseinrichtungen. […]“

Veranstaltungen und Messen

https://www.it-production.com/news/in-stand-2019/

„Mit einer neuen Fachmesse will die Messe Stuttgart die Themen Instandhaltung und Services abbilden. Die In.Stand, so der Name der Messe, soll erstmals am 23. und 24. Oktober stattfinden. […] Die In.Stand richtet sich vor allem an die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug- und Automobilbau sowie die Zulieferindustrie. […] Das Rahmenprogramm bietet Vorträge zu Themen wie Predictive (Smart) Maintenance und Industrie 4.0. […]“

Auch die industrielle Instandhaltung befindet sich im digitalen Wandel. Die Macher der In.Stand tragen diesem Umstand mit ihrem Rahmenprogramm entsprechend Rechnung.

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