Lesezeit ca. 5 Minuten

IoT-Plattform

Plattformen des industriellen Internet of Things

Das „industrielle IoT“, einer der zukunftsweisenden Technologien der Industrie, eröffnet eine neue Ära. Unternehmen profitieren an steigendem Wirtschaftswachstum und der Wettbewerbsfähigkeit.

Doch welche Plattformen werden bevorzugt und wie ist der Stand der Dinge?

IoT-Plattformen spielen eine wichtige Rolle in der Industrie 4.0

Aktuelles zum Thema

Bevor wir mit unserer Reise in die IIoT-Welt beginnen, möchten wir Ihnen zum Einstieg einige aktuelle News bezüglich der industriellen IoT-Plattformen geben:

Digital factory

Mit gut 590 Ausstellern eröffnete die Hannover Messe im Mai mit dem zentralen Thema „Plattformökonomie“ seine Türen.

Dies ist die Digital factory, die internationale Leitmesse für integrierte Prozesse und IT-Lösungen. Sie beherbergte globale IT-Größen, führende Maschinenbauer und neue branchenübergreifende Allianzen. Einige davon waren Microsoft Azure, SAP, IBM, Deutsch Telekom, Amazon Web Services (AWS) und Cisco.

Dort wurden mehr als 1600 Produkte vorgestellt. Diese dienen als wichtigste Grundlage der Industrie 4.0. Später sollen aus ihnen ein Betriebssystem in der Industrie entstehen.

(Update vom 27.09.2018, Quelle: Hannover Messe 2018  )

2018 – Das Jahr der IIoT-Plattformen?

Für die Entwicklung und Bereitstellung intelligenter Anwendungen, bilden IIoT-Plattformen den technologischen Unterbau.

Unternehmen entwickeln Software für das Industrial Internet of Things (IIoT) für mehr denn je. Doch laut ABI Research, ein US-Marktforschungsunternehmen, herrsche ein Wildwuchs am Markt und ein Vergleich sei schwer.

Application Enablement Platforms

Deshalb ist im kürzlich erschienen Report „Smart Manufacturing Plattform Assessment“ der ABI das Hauptthema Application Enablement Platforms (AEP). Diese übernehmen Daten von Sensoren und anderen IoT-Geräten, um sie zur Auswertung in die Cloud oder auf eigene Server zu übertragen.

Das Forschungsunternehmen sieht den IIoT-Plattformmarkt sehr fragmentiert. Zudem betont es eine „16-Milliarden-Dollar-Chance“ für die Anbieter.

Dazu meint der Principal Analyst bei ABI Research Pierce Owen: „Wenn die Industrieebene ihre Angst vor der Cloud überwindet, wird sich der Einsatz von IIoT-Technologie 2018 rasch beschleunigen!“

(Update vom 30.09.2018, Quelle: Industry of Things.de )

IIoT-Marktforschung

Das US-amerikanische Forschungsunternehmen Gartner veröffentlichte im Mai das erste Magic Quadrant zum Thema industrielle IoT-Plattformen. Laut Gartner würden bis 2020  lokal installierte IoT-Plattformen in Verbindung mit Edge Computing bis zu 60 Prozent der IIoT-Analytik ausmachen.

Was ist Gartner Magic Quadrant?

SearchEnterpriseSoftware, eine Online-Plattform definiert den Magic Quadranten als eine Forschungsmethode und ein Visualisierungs-Tool für die Überwachung bzw. Bewertung der Position eines Unternehmens in einem spezifischen Technologie-Markt.

Eine zweidimensionale Matrix teilt die konkurrierenden Unternehmen in vier unterschiedliche Abschnitte (Quadranten) ein. Somit werden Unterschiede und Stärken, die auf den zugehörigen Daten der Firma basieren dargestellt. Die vier Quadranten sind Niche Players, Visionäre, Challengers und Leader.

(Quelle: https://www.searchenterprisesoftware.de/definition/Gartner-Magic-Quadranten)

Ergebnisse der Marktforschung

Laut Gartner sind die beiden vorderen Bereiche „Leaders“ und „Challengers“ komplett leer. Denn viele Anbieter erfüllten die Auswahlkriterien des Marktforschungsinstituts nicht.

Als „Visionäre“ sieht Gartner lediglich die Anbieter PTC, SAP und Hitachi. Während sich im Segment der „Nischenanbieter“ mit Accenture, IBM, Software AG, Oracle, Altizon, Altizon, Atos, QiO und Futura die restlichen acht Player tummeln.

Prognosen

Gleichzeitig sagen die Auguren voraus, dass der Mangel an überzeugenden Lösungen auf dem Markt dazu beiträgt, dass bis Ende 2022 15 Prozent der Hersteller IoT-Plattformen selbst entwickeln oder erwerben.

Bei dieser Marktforschung spielten strenge Auswahlkriterien eine wichtige Rolle. Damit ein Hersteller für die Marktübersicht überhaupt in Betracht gezogen werden konnte, sollten IIoT-Plattformen in kürzester Zeit sowohl als On-Premise- als auch Cloud-Angebot verfügbar sein.

Zukunftsweisende Anbieter außerhalb des Magic Quadrant

Mehr als 40 Anbieter seien laut Gartner identifiziert, aber nicht in die Marktforschung aufgenommen worden. Diese Anbieter sind Bosch SI, Davra Networks, Eurotech, GE Digital, Microsoft, Schneider Electric und Siemens.

Ein besonders wichtiger Aspekt der zukunftsweisenden Anbieter sind die besonderen Fähigkeiten ihrer Plattformen. Außerdem zusätzlich  die Erfahrungen der Anbieter mit Industrieunternehmen und ihre Fähigkeit, in diesem Kontext Wertschöpfung schaffen, so das Analystenhaus.

Die „Top“-Anbieter

Im Artikel „IIoT-Plattformen- ein unreifer Nischenmarkt?“ des Magazins CIO wurden die Top-Anbieter folgendermaßen beschrieben:

PTC

Einer der Vorreiter der Visionäre ist PTC. Die Stärke von PTC liegt aus Sicht von Gartner in der Erfahrung im Fertigungsbereich. Aufbauend auf diesen Erfahrungen, konzentriere sich PTC auf Asset-Monitoring, Predictive Maintenance und Lösungen, um die betriebliche Effizienz zu steigern.

Um diese Lösungen und Branchenkenntnisse zu entwickeln, baue PTC ThingWorx weiter aus und unterhalte ein globales Ökosystem von Technologiepartnern, Lösungsanbietern und globalen Systemintegratoren.

SAP

Wenngleich SAP Leonardo IoT eine branchenunabhängige IoT-Plattform ist, eignet es sich, aus Sicht von Gartner, am besten für Unternehmen mit einer signifikanten Basis an SAP-Installationen. Diese suchen nach einer integrierten Lösung für IT/OT-Integration, IoT- Anwendungen von SAP, Asset Intelligence-Network und Legacy-Anwendungen aus dem Industrieumfeld.

Als besondere Stärke von SAP im IIoT-Umfeld sieht Gartner insbesondere die Erfahrung der Walldorfer mit Unternehmenssoftware und Middleware für Fertigung, Transport und Logistik.

Hitachi

Die hierzulande noch relativ wenig bekannte IIoT-Plattform Lumada eignet sich aus Sicht von Gartner am besten für industrielle Umgebungen, in denen Hitachi-Equipment genutzt wird.

Gartner verweist weiterhin darauf, dass das neue Asset-Avatar-Konzept von Hitachi Digital-Twin- Funktionen für die Modellierung und Analyse erfülle und zudem die Versionskontrolle und das Release-Management ermögliche.

(Update vom 26.09.2018; Quelle: https://www.cio.de/a/iiot-plattformen-ein-unreifer-nischenmarkt,3545047)

PTC: Marktführer der IIoT-Softwareplattformen

Laut einer aktuellen Analyse von Forrester Research wurde PTC, mit der IIoT-Platform ThingWorx als führender Anbieter im Bereich der industriellem IoT-Softwareplattformen ernannt. Demnach gehört PTC zu den Top 5 in der Kategorie „aktuelles Angebot“ sowie zu den Top 4 in der Kategorie „Strategie“.

Forrester bewertete die Strategie sowie die Marktpräsenz von PTC und 14 weiteren Anbietern. Jedes Unternehmen wurde anhand eines umfassenden Katalogs mit 24 Kriterien bewertet, die in diese drei Hauptkategorien eingeteilt wurden.

Alle teilnehmenden Hersteller fokussieren sich auf den industriellen Bereich und dessen Anwendungsfälle. Außerdem schreiben sie sich die native Unterstützung für wichtige Industrieprotokolle und eine starke internationale Präsenz auf die Fahne. In diesem Zusammenhang wurde PTC als führend eingestuft.

(Update vom 11.10.2018; Quelle: mdk.digital/…/IoT-Forrester-Wave-IoT-Software-Platforms-November-2016.pdf)

Fazit: IoT-Plattform ThingWorx bietet Grundlage für IoT-Strategien

Der Hauptgrund für das steigende Interesse an IoT ist die Kostensenkung, Steigerung der Produktionsleistung und -qualität.

Wir, die mdk GmbH arbeiten mit einem der Visionäre im Markt zusammen:

Seit Anfang 2018 sind wir neuer Systemintegrator und einer der ersten zertifizierten Partner von PTC für ThingWorx in Deutschland. Mit ThingWorx entwickeln wir Lösungen und Prototypen für das industrielle „Internet of Things“ (IIoT).

Über 1.000 Firmen nutzen die ThingWorx Platform als Grundlage für ihre IoT-Strategien und erschließen damit neuen betrieblichen Nutzen in einer intelligenten, vernetzten Welt.

Darüber hinaus arbeiten wir, die mdk GmbH und hunderte andere Unternehmen partnerschaftlich mit PTC zusammen, um das Internet der Dinge auf verschiedenen Märkten Realität werden zu lassen.

Instandhaltung 4.0: „Remote Maintenance“ für Techniker vor Ort

MEHR ERFAHREN
2018-12-21T17:51:17+00:00
>