IoT-Checkliste 2018-01-19T13:04:48+00:00

IoT-Checkliste: Machbarkeit und Nutzen einer IoT-Idee schnell & kosten-effektiv bewerten

Strategische Zielsetzungen einer IoT-Initiative können sein:

  • Verbesserung und Intensivierung der Kundenbeziehungen
  • Differenzierung des eigenen Produkt- & Serviceangebotes im Vergleich zum Wettbewerber
  • Erschließen von neuen Umsatzträgern und Etablierung ganz neuer Geschäftsmodelle

Aus operativer Sicht können diese Zielsetzungen relevant sein:

  • Verbesserung der Performance von Anlagen, Maschinen, Geräten
  • Notwendigkeit oder Ausbau von Risikomanagement & Compliance in vertraglicher und gesetzlicher Hinsicht
  • Senkung von Produkt- & Servicekosten für Entwicklung, Produktion, Logistik, Instandhaltung

Und welche sonstigen Zielsetzungen aus strategischer und operativer Sicht sollen berücksichtigt werden?

Diese Fragestellungen und Aspekte sollten schon früh im Rahmen der Ideenfindung bzw. Konzeption geklärt werden, da sich hieran zum Beispiel die Ideen für hebelstarke Anwendungsfälle orientieren.

Eine IoT-Initiative und deren Umsetzung betrifft zumeist mehrere Funktionsbereiche im Unternehmen und bedeutet unter Umständen sehr tiefgreifende Veränderungen für das Geschäftsmodell.

Ein interner Sponsor mit Entscheidungsfreiheit ist daher für das Gelingen oftmals ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Dies sollte zu Beginn eines IoT-Vorhabens berücksichtigt werden.

Die „make or buy“-Entscheidung für eine IoT-Initiative ergibt sich aus mehreren Faktoren:

  • Meilensteine und gewünschte Geschwindigkeit für Pilotierung und spätere Umsetzung
  • bereits vorhandenes Know-How im Unternehmen
  • Einordnung von Kernkompetenzen und Bewertung des Wertes für das Unternehmen
  • welche wesentlichen Fähigkeiten können oder sollen intern aufgebaut werden?

Diese Fragestellungen sind bei IoT-Inititaitiven insbesondere relevant im Hinblick auf

  • Software-Komponenten und -Entwicklung
  • Hardware: Sensoren, Aktoren, Gateways
  • Konnektivität, Netzwerke, Protokolle, Security
  • DataAnalytics / maschinelles Lernen
  • Systemintegration: ERP, CRM, MES

Die Umsetzung eines agilen IoT-Prototypen und eine spätere, produktive Umsetzung mit ThingWorx erlaubt die Nutzung vorhandener Standardkomponenten, die diese Aspekte abdecken. Das beschleunigt die Umsetzung insbesondere für den Einstieg oft um das 10-fache im Vergleich zur individuellen Entwicklung.

Dennoch ermöglicht ThingWorx natürlich auch individuelle Entwicklung und Anpassung sowie Integration eigener Komponenten auf Basis der eigenen Anforderungen sowie eine auf Wunsch schrittweisen Ausbildung des eigenen Teams für bestimmte Kernfähigkeiten, die im Unternehmen aufgebaut bzw. verbleiben sollen.

Hier gilt es zwischen dem schnellen, agilen Einstieg mit einem Prototypen und einer späteren Umsetzung und Skalierung, also dem produktiven Einsatz, zu unterscheiden.

Während eine prototypische Umsetzung zunächst hilft, schnell und kosten-effektiv die Machbarkeit und den Nutzen einer IoT-Lösung zu evaluieren, erfordert ein produktiver Einsatz eine gezielte Analyse des benötigten Know-Hows für die Umsetzung und Weiterentwicklung.

Dazu spielen Faktoren beispielsweise diese Faktoren eine Rolle:

  • wie schnell und zu welchen Kosten lässt sich bisher nicht vorhandenes Know-How aufbauen?
  • gibt es dafür Freelancer, Berater, Dienstleister?
  • welche Erfahrungen haben diese?
  • wie relevant ist das notwendige Know-How für die Entwicklung des Unternehmens?
  • gilt das aufzubauende bzw. benötigte Know-How – wie beispielsweise DataAnalytics es sein könnte – als unternehmens-kritisch und ist oder wird somit Teil der Kernkompetenzen?

Unabhängig davon, ob man die IoT-Anwendung intern, extern oder in einer hybriden Variante gemeinsam mit einem Team aus internen und externen Experten umsetzen möchte bzw. kann, wird dafür – je nach Anwendungsfall – insbesondere Know-How in diesen Bereichen benötigt:

  • Software-Komponenten, Anwendungsentwicklung, Design und Benutzerführung, Qualitätssicherung, Konfiguration, IoT-Plattform
  • Hardware: Auswahl oder Entwicklung sowie Anbindung von Sensoren, Aktoren, Gateways
  • Konnektivität, Netzwerke, industrielle Protokolle
  • Anbindung von Maschinen, Anlagen, Geräten, Fahrzeugen
  • Security, Datensicherheit, Datenschutz
  • Hosting, Betrieb
  • BigData, DataAnalytics, maschinelles Lernen
  • Systemintegration: ERP, CRM, MES, externe OpenSource-Datenquellen (zum Beispiel Wetter, Verkehr, industrielle Daten)

Bei einer Umsetzung mit ThingWorx von PTC, für die wir zertifizierter Systemintegrator und Lösungsanbieter sind, sind insbesondere die wesentlichen und in Teilen sehr komplex zu implementierenden Bereiche

  • Management von vernetzten Geräten,
  • Konnektivität mit industriellen Standards,
  • sichere Übertragung und Kommunikation,
  • DataAnalytics und maschinelles Lernen,
  • Oberflächen und Dashboards sowie
  • individuelle Entwicklung, Anpassung und Integration mit ERP, MES, CRM

über vorhandene Module um bis zu 10 mal schneller implementierbar.

ThingWorx erlaubt beispielsweise mit dem Modul KepWare eine konfigurierbare Konnektivität mit führenden industriellen Protokollen und Standards für die Verbindung zwischen der physischen (Maschinen)welt und der digitalen Infrastruktur.

Dieser Punkt ist insbesondere für den Einstieg ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor: Anhand der Zielsetzungen (operativ und / oder strategisch) sollte man sich auf einen oder höchstens zwei Anwendungsfälle fokussieren, um Nutzen und Machbarkeit mit einem agilen Prototypen zu evaluieren.

Damit werden auch direkt technische Hürden, zu beachtende „Fallstricke“ in der Organisation und für die unter Umständen notwendige Überzeugung wichtiger Stakeholder mit adressiert.

Bei der Auswahl eines ersten Anwendungsfalles sollte man auch überlegen, ob es bereits bekannte oder vermutete Anforderungen auf Kundenseite gibt. Wenn das der Fall ist und man vom potentiellen Nutzen überzeugt ist, kann der Kunden auch mit eingebunden werden.

Eine IoT-Initiative verändert die Organisation und die Prozesse unter Umständen so grundlegend, dass man zu Beginn der „IoT-Reise“ zwar einen weitern Blick einnehmen, gleichzeitig aber mit einem ersten, klar definierten, hebelstarken und relevanten Anwendungsfall beginnen sollte. Was dabei als hebelstark ergibt sich auch aus den Zielsetzungen.

Ein weiteres, wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines ersten Anwendungsfalles ist ein klares Verständnis aller Beteiligten zum agilen, experimentellen Vorgehen – hierzu sind Methoden aus dem Bereich der agilen Softwareentwicklung (siehe bspw. www.agilemanifesto.org) und „Lean Startup“ hilfreich, in denen das agile, iterative, experimentelle Vorgehen („start early, fail fast“) eines Vorhabens im Vordergrund steht. Damit lässt sich eine Idee schnell und kosten-effektiv umsetzen und so iterativ auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten.

Wesentlichen Einflussfaktoren für den Erfolg auf zeitlicher Ebene:

  • Messen und Veranstaltungen (als Aussteller)
  • klare Entscheidungslage für das Vorhaben
  • Klarheit und Umfang der Anforderungen
  • Verfügbarkeit von benötigter Hardware, Anlagen, Personal

Ein agiles Vorgehen wie beispielsweise nach Scrum setzt ein klares Bekenntnis zur Methode, zum Vorgehen, den Zielen und den damit verbundenen Werten einer Zusammenarbeit voraus. Die Konvergenz von physischer und digitaler Welt bietet hier Konflikpotential durch die unterschiedlichen, jeweils bewährten Zyklen, Anforderungen, Verfahren und Vorgehensmodelle der „beiden Welten“.

Hier ist beiderseitiges Einlassen und Annehmen neuer Impulse aus der „jeweils anderen Welt“ ein entscheidender Erfolgsfaktor. Dann lässt sich ein komplexes IoT-Vorhaben mit kontinuierlichen, schrittweisen Erfolgen umsetzen.

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